in konkret Sonderheft 2007

Editorial
 
Der Klimawandel ist die letzte Chance des globalen Kleinbürgers, recht zu behalten. Notizen anläßlich einer zugegeben manchmal enervierenden Passage durch Bücher von Erdrettern und Futurologen.
 
Glaubt man einer neuen Studie über die »Moralisierung der Märkte«, dann gewinnen alle: Die Konsumentenfreiheit steigt, und ein neues Marktverhalten honoriert faire und ökologische Produktion.
 
Klimaretten leicht gemacht – Ratgeberautoren verraten, wie’s geht.
 
Mit seinen »unbequemen Wahrheiten« macht es der Politprediger und Umweltschutzpatron Al Gore vielen recht.
 
Tierrechtler suchen nach einer kritischen Theorie zur Befreiung der »tierlichen Individuen«.
 
Die braunen Wurzeln der grünen Verbände sind noch immer kaum erforscht.
 
In den auf den Markt geschwemmten Sachbüchern zum Klimawandel wimmelt es von Weltverbesserern und Wellenreitern.
 
Der Biologe und Philosoph Andreas Weber avisiert eine »Revolution der Lebenswissenschaften«.
 
Die Umweltmedizin hat gegenwärtig einen schweren Stand, denn sie nervt. Eine Erinnerung an ihren Mitbegründer Karl-Rainer Fabig.
 
In Afrika oder in den Mägen unserer Haustiere landet der Abfall, der bei der Nahrungsmittelproduktion für die westlichen Industrieländer übrigbleibt.
 
Auch die Angst vorm Klimawandel läßt sich esoterisch ausbeuten.
 
Stärker als zum politischen und ökologischen Engagement zieht es den Helden aus Jörg W. Gronius’ Bildungsroman in den Siebzigern zur Dichtkunst.
 
Jenseits von »Blütezeiten« der Naturlyrik, abseits von Mediamarktverlagen und vom Büchnerpreis-Gewürm: fast unsichtbar, die Literatur, die noch was taugt.
 
RezensionenTim Flannery: Wir Klimakiller. Wie wir die Erde retten können. Aus dem Englischen von Birgit Brandau. Fischer Schatzinsel, Frankfurt a. M. 2007, 304 Seiten, 12,90 EuroJuliana Hatkoff/Isabella Hatkoff u.a.: Knut, der kleine Eisbärjunge. Das offizielle Knut-Buch. Ravensburger, Ravensburg 2007, 48 Seiten, 9,95 Euro
 
RezensionBrigitte Kronauer: Errötende Mörder. Klett-Cotta, Stuttgart 2007, 336 Seiten, 21,50 Euro
 
RezensionFred Pearce: Wenn die Flüsse versiegen. Aus dem Englischen von Gabriele Gockel/Barbara Steckhahn. Kunstmann, München 2007, 384 Seiten, 24,90 Euro
 
RezensionEmmanuelle Grundmann: Wälder, die wir töten. Mit einem Vorwort von Jane Goodall. Aus dem Französischen von Elisabeth Liebl. Riemann, München 2007, 320 Seiten, 18 Euro
 
RezensionTom Kummer: Kleiner Knut ganz groß. Der berühmteste Eisbär der Welt im Gespräch mit Tom Kummer. Heyne, München 2007, 96 Seiten, 9,95 Euro
 
RezensionWinfried Wolf: Verkehr – Umwelt – Klima. Die Globalisierung des Tempowahns. Promedia, Wien 2007, 520 Seiten, 34,90 Euro
 
RezensionWladimir Kaminer: Mein Leben im Schrebergarten. Manhattan, München 2007, 224 Seiten, 17,95 Euro
 
RezensionRalph Melcher (Hg.): Wawrzyniec Tokarski. Hatje Cantz, Ostfildern 2007, 204 Seiten, 19,80 Euro
 
RezensionDietmar Dath: Waffenwetter. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2007, 288 Seiten, 17,80 Euro
 
Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen. Hanser, München/Wien 2007, 192 Seiten, 17,90 EuroRezension
 
RezensionDietmar Dath: Heute keine Konferenz. Texte für die Zeitung. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 2007, 318 Seiten, 12 Euro
 
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