in konkret September 2004

Ralph Giordano setzt sich unter anderem in seinem Buch »Die zweite Schuld«, mit der Verdrängung der
 
von Konkret
 
an Konkret
 
Lafontaine oder Die nationale Lösung der sozialen Frage von Hermann L. Gremliza
 
Herrschaftszeiten
 
Kein Widerstand gegen Hartz IV, Durchlöcherung der Tarifverträge, Lohnkürzung und Arbeitszeitverlängerung... Haben die Gewerkschaften (sich) aufgegeben?
 
Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kündigungsschutz, Rente – welche sozialstaatliche Errungenschaft wurde erkämpft und welche zu welchem Zweck lediglich »gewährt«?
 
Hinweise zur möglichst sorgfältigen Beantwortung der »Alg II«-Fragebögen. Von der »Initiative anders arbeiten«
 
Wie die »Cap Anamur« im 25. Jahr ihres Bestehens beinahe glorreich versenkt worden wäre.
 
Über Otto Schilys Vorschlag, Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika einzurichten
 
Glosse
 
Bassam Tibi und Paul Berman untersuchen das Verhältnis von Terror und Liberalismus.
 
Wofür der Papa noch immer bewundert wird, dafür werden seine Kinder nun gescholten. Über die Straußens, eine deutsche Politikerfamilie.
 
Der »Kampf der Kulturen« ist in Kalifornien und Kentucky angekommen. Samuel Huntington sieht die USA von Immigranten und Islamisten, von Liberalen und Neokonservativen bedroht.
 
Berichtspflichten: Die Regierung der bosnischen Serben übernimmt die Verantwortung für das Massaker von Srebrenica; Human Right Watch kritisiert das Verhalten der Kfor-Truppen während der antiserbischen Ausschreitungen im Kosovo
 
Viele meinen, die Zustimmung der Sozialdemokraten zum Ersten Weltkrieg sei die entscheidende Zäsur in der Geschichte der SPD gewesen. Tatsächlich aber war die Partei schon mindestens zehn Jahre vorher das, was sie heute ist.
 
Tagebücher, Briefe, Gedichte: Viele Dokumente zum Ersten Weltkrieg werden derzeit aufgestöbert. Im Wortlaut leider kaum bekannt ist die Rede des SPD-Abgeordneten Haase, in der er am 4. August 1914 begründete, warum die deutsche Sozialdemokratie dem Krieg zustimmt. KONKRET dokumentiert den vollständigen Text, der paradigmatisch ist für das Politikverständnis der Sozialdemokratie. Zuvor aber die Eröffnungsansprache des Kaisers, dem die SPD-Abgeordneten vor Sitzungsbeginn Treue gelobten.
 
Man soll die Feste fallen lassen, wie man sie feiern willAltes undeutsches Sprichwort
 
Der Beginn des Ersten Weltkriegs wird in Deutschland gebührend begangen - die zahlreichen Neuerscheinungen zum Thema erhellen meist wenig.
 
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Nazi-Aufmärsche gegen Synagogen gehören zum Recht auf freie Meinungsäußerung.
 
Links & Rights von Patrick Präg
 
In der Schwarzwaldhauptstadt Freiburg fühlt sich der Geschichtsrevisionist wohl.
 
Kunst & GewerbeWie Täterkinder ein deutsches Trauma erfinden, definieren, zuordnen und politisch vernutzen. Ein Reigen in Zitaten, zusammengestellt von Tjark Kunstreich
 
Kunst & Gewerbe
 
Kultur-Kolumne
 
Der Erfolg des Michael Herbig ist der Triumph eines dreisten Dilettanten.
 
The Village – Das Dorf
 
Silent Waters
 
Die Geschichte von Marie und Julien
 
Old Boy
 
Das Joint Venture der Musikkonzerne BMG und Sony soll die »kulturelle Vielfalt in Europa« fördern, heißt es in der offiziellen Begründung. Wer’s glaubt, hört Selig.
 
Diverse: Respekt! UniversalChristian Broecking: Respekt! Verbrecher Verlag, Berlin 2004, 133 Seiten, 13 Euro
 
Radio 4: Stealing of a Nation. City Slang/Labels
 
2raumwohnung: Es wird Morgen. BMG/It Sounds
 
The Libertines: The Libertines. Rough Trade/Sanctuary
 
Anmerkungen zum Wagner-Kult 2004.
 
In Jeffrey Eugenides’ Büchern verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität ebenso wie die Grenzen der Geschlechter.
 
Raul Zelik: Made in Venezuela. Assoziation A, Berlin 2004, 144 Seiten, 13 Euro
 
Jüdische Gemeinde zu Dresden (Hg.): Einst & jetzt. DDP Goldenbogen, Dresden 2003, 200 Seiten, 25 Euro
 
Ambros Waibel/Matthias Penzel: Rebell im Cola-Hinterland. Edition Tiamat, Berlin 2004, 288 Seiten, 16 Euro
 
Fritz Bringmann: Erinnerungen eines Antifaschisten 1924-2004. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2004, 256 Seiten, 14,50 Euro
 
Das Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder zeigt Landschaftsbilder der DDR.
 
Glosse
 
Eine Ausstellung in Wuppertal folgt Wassily Kandinskys Weg in die Abstraktion.
 
Jan Ullrich, Lance Armstrong und die deutsche Paranoia.