in konkret Juni 2004

Fragen zur Folterung irakischer Gefangener durch amerikanische und britische Militärs an Andrei S. Markovits, Politikwissenschaftler und Soziologe an der University of Michigan/Ann Arbor. Markovits arbeitet zur Zeit an einem Buch, das im Oktober als konkret-texte-Band 40 (»Amerika, dich haßt sich’s besser. Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa«) erscheinen wird
 
von Konkret
 
an Konkret
 
Selbstmord einer Weltmacht? von Hermann L. Gremliza
 
Herrschaftszeiten
 
Foltern für Gottesstaat und Zivilisation.
 
Zur Geschichte einer unverbrüchlichen Feindschaft.
 
Dreimal dürfen Sie raten, aus welchem Land ein verurteilter Spion stammen muß, damit die europäische Linke ihn für nobelpreiswürdig hält.
 
Die israelische Historikerin Idith Zertal belegt in ihren Aufsätzen wider Willen, daß der Postzionismus am Ende ist. Ein Nachruf
 
Über die Privatisierung der Waffengewalt im Irak.
 
Grundbesitzer-Djihad in Teltow-Seehof: Aus Juden werden Junker, und Antisemiten dürfen nicht so genannt werden.
 
Salomon Korn, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, im Gespräch mit Hermann L. Gremliza
 
Horst Köhler ist ein Experte, der an Einsicht gewinnt, was er an Zuständigkeit verliert.
 
Glosse
 
Der Fall Mitsubishi oder Die innere Logik des Daimler-Imperiums.
 
Der 30. Geburtstag von Hermann L. Gremliza
 
Glosse
 
Slobodan Milosevics Tod kommt vor allem dem Den Haager Tribunal gelegen.
 
Die griechische Linke ist mitverantwortlich für das Scheitern der Wiedervereinigung Zyperns.
 
Am 14. Juni wird der Romancier und Rechtsanwalt Peter O. Chotjewitz 70 Jahre alt. Da er nicht nur ein prima Schriftsteller ist – zuletzt sind der Roman »Machiavellis letzter Brief« (Europa Verlag) sowie Neuauflagen des Romans »Saumlos« und der Erzählung »Urlaub auf dem Land« (Verbrecher Verlag) erschienen – , sondern auch ein begnadeter Anekdotenerzähler, bat KONKRET Autorinnen und Autoren, Erlebnisse mit Peter O. Chotjewitz aufzuschreiben
 
Kultur-Kolumne
 
Hochstapelei, Nazipornos, verbotene Bücher und hysterisch diskutierte Verlagswandlungen und -wechsel scheinen die These zu bestätigen, daß der Literaturbetrieb endgültig auf den Hund gekommen ist. Jörg Schröder, der 1969 den März Verlag gründete, durch spektakuläre Publikationen und Aktionen für Wirbel sorgte und seit 1990 zusammen mit Barbara Kalender dreihundert Subskribenten mit der Serie »Schröder erzählt« beglückt, äußert sich zu den jüngeren Fällen literarischer und feuilletonistischer Skandalisierung – auch aus dem Anlaß, daß jetzt die wichtigsten März-Bücher wiedererschienen sind
 
Gerd Fuchs: Zikaden. Edition Nautilus, Hamburg 2004, 96 Seiten, 12,90 Euro
 
Rafael Seligmann: Hitler. Ullstein, München 2004, 336 Seiten, 22 Euro
 
Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, 496 Seiten, 22,90 Euro
 
Loïc Wacquant: Leben für den Ring. Boxen im amerikanischen Ghetto.
 
Eine Biographie erinnert an Jean Améry als Erzähler; ein neuer Band der Werkausgabe versammelt seine Aufsätze zur Philosophie.
 
Über den allmählichen Niedergang des Verlags Matthes & Seitz.
 
Wie funktioniert die Maut, Herr Minister?
 
Im Herbst erscheint im Münchener A 1-Verlag unter dem Titel »Schlaf und Strecke« (nach »Lauf und Wahn« von 1988 und »Traum und Bahn« von 1994) das letzte Buch einer Lauftrilogie des Schriftstellers und Langstreckenläufers Günter Herburger. KONKRET druckt einen Auszug in drei Teilen vorab. Zweiter Teil
 
Der umstrittene Psychoguru Bert Hellinger bezieht Hitlers »Kleine Reichskanzlei« in Berchtesgaden.
 
Troja
 
The Day after Tomorrow
 
Die Mitte
 
Spider
 
Glosse
 
In ihren Installationen beschäftigt sich Teresa Margolles mit dem namenlosen Sterben in der Millionenstadt Mexico City.
 
Glosse
 
Zum Tod des israelischen Architekten Al Mansfeld.
 
Devendra Banhart: Rejoicing in the Hands. XL Recordings/Beggars Group/Indigo
 
Beta Band: Heroes to Zeros. Regal/Labels/Emi
 
Morrissey: Morrissey, You are the Quarry. Attack Records/Sanctuary
 
Diverse: Haunted Weather – Music, Silence and Memory. Doppel-CD. Staubgold/Indigo David Toop: Haunted Weather – Music, Silence and Memory. Serpent’s Tail, London 2004, 280 Seiten, 12,99 Pounds
 
Klaus Theweleit deutet in seinem Buch »Tor zur Welt« den Fußball als Realitätsmodell. Ein Gespräch mit dem Autor über Millionäre und Massengefühle, »Bild« und blöde Fans – und seinen Lieblingsclub SC Freiburg