in konkret Dezember 2002

»Gerechtigkeit ist eine Frau«, sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan über Carla del Ponte, zur Zeit Chefanklägerin im Haager Prozeß gegen Slobodan Milosevic. Ganz andere Erfahrungen mit der Schweizer Juristin hat Felipe Turover gemacht. Der 37jährige stammt aus einer republikanischen spanischen Familie, seine Eltern flohen mit ihm vor Franco in die Sowjetunion. Nach dem Tod des Diktators kam Turover wieder in sein Geburtsland zurück, um dann bereits Ende der achtziger Jahre wieder als Finanzmann in Moskau an den ökonomischen Wohltaten der Perestroika zu partizipieren. Er arbeitete von 1992 bis 1999 für die Jelzin-Regierung im Schuldenmanagement mit westlichen Gläubigerbanken
 
von Konkret
 
an Konkret
 
Kapital. National. Asozial. von Hermann L. Gremliza
 
Herrschaftszeiten
 
Sie treffen den Nerv der Zeit – Anmerkungen zur populärsten linken Bewegung der letzten zehn Jahre
 
Unter den US-Eliten gibt es unterschiedliche Vorstellungen über ein Nachkriegsregime im Irak – aber keine grundsätzliche Opposition zum Angriff
 
Öl? Innenpolitik? Hegemonieansprüche? – Worum geht es den USA bei den Kriegen im Nahen Osten und in Mittelasien?
 
Die neuen Kriege von Thomas Immanuel Steinberg
 
In Reaktion auf den US-geführten »Krieg gegen den Terror« breitet sich in Deutsch-Europa erneut ein aggressiver Antisemitismus aus
 
Im Laufe dieses Jahres ist die Anerkennungsquote irakischer Asylbewerber in Deutschland dramatisch gesunken
 
Auf ihren stabilen Klassenverhältnissen beruht die internationale Vormachtstellung der USA ebenso wie auf ihrer militärischen Macht
 
Deutsche Medien in der Etappe des tschetschenischen Volkskriegs: Die Moskauer Geiselnahme war Notwehr und von den Russen provoziert
 
Links & Rights von Jenna L. Brinning
 
Über die Killer von Washington und ihre offiziellen Vorbilder
 
Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz kritisiert die Politik des Internationalen Währungsfonds
 
Wie die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts ihre Rolle im Honecker-Prozeß schönt. Interview mit dem Hamburger Anwalt Armin Fiand
 
Hase und Igel
 
Proaktive Esoterik
 
Konkrete Poesie
 
Kulturkolumne
 
KONKRET-Gespräch mit der Herausgeberin der Jean- Améry-Gesamtausgabe, Irene Heidelberger-Leonard, über das Werk Amérys und seine Rezeption in Deutschland
 
Feridun Zaimoglu: German Amok. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002, 256 Seiten, 18,90 Euro
 
Harry Rowohlt: In Schlucken-zwei-Spechte. Edition Tiamat, Berlin 2002, 224 Seiten, 17 Euro
 
Hans-Gerd Winter (Hg.): »Uns selbst mußten wir mißtrauen.« Die »junge Generation« in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Dölling und Galitz, Hamburg 2002, 352 Seiten, 24,20 Euro
 
Guillaume Paoli (Hg.): Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche. Aufrufe, Manifeste und Faulheitspapiere der Glücklichen Arbeitslosen. Edition Tiamat, Berlin 2002, 160 Seiten, 14 Euro
 
Der Bericht der Bertelsmann-Historikerkommission zeichnet das Erfolgsrezept des Verlags im »Dritten Reich« nach: Schützenhilfe für die Front, Herzenswärme für die Heimat
 
Michael Jürgs hat Günter Grass eine Biographie hinten reingeschrieben
 
Des jungen Hofmannsthal spirituelle Contemplatio, inclusive süperbe Skrupel – hundert Jahre danach
 
In Dieter Bohlens Bestseller feiert sich der deutsche Spießer
 
19, Dämonisch
 
Ignacio Ramonet: Liebesgrüße aus Hollywood. Rotpunkt, Zürich 2002, 242 Seiten, 19 Euro
 
11’09’’01 – September 11
 
Eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg gibt einen Überblick über die britische Kunst des 20. Jahrhunderts
 
Tomayers ehrliches Tagebuch von Horst Tomayer
 
Manchmal sieht man nur noch Gespenster. Über den Maler Daniel Richter
 
Div.: In meinem wilden Herzen. BMG Classics
 
Heiner Goebbels / Ensemble Modern / Josef Bierbichler: Eislermaterial. ECM
 
Einstürzende Neubauten: Zeichnungen des Patienten O. T.; – Mensch; Fünf auf der nach oben offenen Richterskala; Haus der Lüge; 9-15-2000, Brussels. Potomak/Indigo
 
Godspeed You! Black Emperor: Yanqui U.X.O. Constellation/Efa
 
Auf der Suche nach der Kunst im Baumarkt
 
Kein Nachruf, nur ein Blick zurück in Gelassenheit auf eine Affäre des »Spiegel« und seines Herausgebers aus dem Jahr 1971, an deren Ende die Entlassung eines Dutzends Redakteure, unter ihnen der Autor, stand