in konkret Mai 2002

Thomas Ebermann, in den achtziger Jahren grüner Bundestagsabgeordneter, arbeitet seit seinem Parteiaustritt als Buchautor und Publizist. Im Auftrag der Redaktion beobachtete er am 13. und 14. April in Berlin zuerst eine propalästinensische, dann eine proisraelische Demonstration
 
von Konkret
 
an Konkret
 
Des Volks Genossen von Hermann L. Gremliza
 
Herrschaftszeiten
 
Völkischer Artenschutz von Ramallah bis Berlin. Solidarität mit den Palästinensern heißt auf gut deutsch: Wehe den Juden!
 
Über die Gewaltphantasien von Möllemann, Schröder und anderen – Interview mit Avi Primor, dem ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland
 
Mit Berlusconi als Premier und Faschisten in der Regierung kann Italiens Linke leben. Mit Ariel Sharon nicht. Im Kampf gegen ihn wird die »Bewegung der Bewegungen« zur echten Volksbewegung
 
DokumentationWie man immer wieder nicht glauben will, daß einer Kommunist und Antisemit zugleich sein kann, und wie man immer wieder dran glauben muß
 
Die Gegenöffentlichkeit in der Schweiz ist gar nicht mehr Inter-nett. Nachfahren von Holocaust-Opfern wollen ihr die Verbreitung antisemitischer Texte verbieten
 
Warum Menschenrechte nicht »des Menschen Recht« sind, sondern bloß ein Instrument von Interessen
 
Die Beweismittel gegen Milosevic sind dürftig, glaubwürdige Zeugen rar. CIA und BND tun für das Tribunal in Den Haag was sie können. Das ist manchmal zu wenig
 
Soldaten sind Deppen von Michael Schilling
 
Terroristen säubern das Kosovo von den letzten Serben. Ein Bundesbürger spielt eine Hauptrolle
 
»Die Herausforderung Amerikas« heißt das Buch, in dem Henry Kissinger, der One-man-think-tank der USA, die Weltpolitik erklärt (Propyläen). Seine souveräne Offenheit steht in einem wohltuenden Kontrast zu deutscher Propaganda. An Kissinger gibt es fast nichts zu entlarven
 
Es ist nicht strafbar, den Bonner Psychiater Peter Propping einen »Neo-Nazi-Eugeniker« zu nennen. Aber ist es klug?
 
Anfang Januar 2002 hatte der tschechische Ministerpräsident Milos Zeman mit seinem Hinweis, die Sudetendeutschen seien die fünfte Kolonne Hitlers bei der Zerstörung der tschechischen Demokratie gewesen, den ganzen Deutschen Bundestag in Erregung versetzt. Aber nicht, weil er, wie ein Blick in die Geschichte lehrt, untertrieben hatte
 
Wahlen auch in Frankreich. Am Ende dürfte die Vorrunde spannender gewesen sein als das Halbfinale, und das Halbfinale spannender als das unendlich öde Finale
 
Auch in Indien verschärfen die Gegner einer säkularen Demokratie ihren Kampf
 
In seiner Studie »Vom Deutschen Herbst zum 11. September«, die in den nächsten Tagen erscheint (Konkret Literatur Verlag, 256 Seiten, 6 17,00), hat Oliver Tolmein das Verhältnis der Roten Armee Fraktion zum Nationalsozialismus und zu den über ihn siegreichen USA untersucht. Das hier vorabgedruckte Kapitel zeigt, wem der Kampf der RAF gegen Fremdherrschaft galt: der Herrschaft und den Fremden
 
Wie ein linker deutscher Professor der RAF die Solidarität entzog
 
Wer holt die Gefangenen endlich aus dem Knast?
 
Kunst & Gewerbe von Gerhard Henschel
 
Unser Mann in der Musik
 
Komatöse Kadenz
 
Kultur-Kolumne
 
Nazis sind auch nur Menschen: Traudl Junge und André Heller beweisen es
 
»Das Echolot: Barbarossa ’41« – Walter Kempowski montiert ein »kollektives Tagebuch«
 
Handkes Erfahrungen von Frank Schäfer
 
Vor zehn Jahren verübte die Schriftstellerin Gisela Elsner Selbstmord. Seither ist über ihre Person viel gemutmaßt worden, ihr Werk jedoch weitgehend vergessen. Das ist alles andere als ein Zufall
 
Vítezslav Nezval/Karel Teige: Depesche auf Rädern. Theatertexte 1922-1927. Basisdruck Verlag, Berlin 2001, 100 Seiten, 11,30 Euro
 
Günter Herburger: Eine fliegende Festung. A1 Verlag, München 2002, 96 Seiten, 15,80 Euro
 
Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe. Eröffnungsband. Hg.: Gert Vonhoff/Martina Lauster. Oktober Verlag, Münster 2001, mit CD-Rom, 20 Euro (www.gutzkow.de)
 
Ronald M. Schernikau: die tage in l. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2002, 216 Seiten, 15 Euro
 
Gottfried Wagner will nicht, daß Musik seines Urgroßvaters Richard in Israel gespielt wird. In einem neuen Epilog zur Neuauflage von »Wer nicht mit dem Wolf heult. Autobiographische Aufzeichnungen eines Wagner-Urenkels« (Kiepenheuer & Witsch) sagt er, warum
 
Überlegungen anläßlich der Hamburger Ausstellung »Art & Economy«
 
Hochkultur ist nicht mehr auf den deutschen Staatsbühnen zu finden, sondern in den Unternehmen. Ein Besuch bei Edeka
 
Berlin – Sinfonie einer Großstadt
 
Lovely Rita
 
Dark Blue World
 
Starbuck Holger Meins
 
Wenn Medienmacher über Musik schreiben, verraten sie mehr über sich als in den Talkshows, die sie besuchen oder moderieren
 
Various Artists: Heavy Hitters – Time 2 Jackk. Disko B/Efa
 
Melodie & Rhythmus. Bilder aus 20 Jahren DDR-Rock. Fotografien von Herbert Schulze. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 240 Seiten, 25,90 Euro
 
Parole Trixi: Die Definition von Süß. What’s So Funny About/Indigo
 
Bryan Ferry: Frantic. Virgin