in konkret Februar 1993

von Konkret
 
an konkret
 
Letzte Ausfahrt Mogadischu von Hermann L. Gremliza
 
Vom Stamokapler zum Liquidator des Asylrechts – Versuch, die »überraschenden Wenden« des SPD-Politikers Hans-Ulrich Klose zu begreifen
 
Wenn Presse, Verfassungsschutz und Politik die Nazis betrachten, sehen sie nur Jugendliche, denen eine Orientierung fehlt
 
Dreizehnter Teil einer unvollständigen Chronik der Gewalttaten gegen Ausländer im wiedervereinigten Deutschland
 
Es gibt sie wieder. Umzäunt, kontrolliert und bewacht. Eingerichtet zur Absonderung, Selektion und Abschiebung von Menschen, die in der Bundesrepublik unerwünscht sind. Der »Vinckehof« in Castrop-Rauxel ist eines davon
 
»Ob den Linken das nun gefällt oder nicht: Sie waren früher alle Marxisten. Zumindest hat keiner gegen dies Etikett protestiert. Hätte er, würde man ihn kennen, denn er wäre aufgefallen. Heute sind die vielen Marxisten alle verschwunden. Warum wird dieser Umstand nicht als erklärungsbedürftig empfunden?«
 
Das deutsche Magazin »von Frauen für Menschen« hat jetzt selbst einen Nebenwiderspruch entdeckt: den Rassismus
 
Sind die rassistischen Gewalttaten hierzulande Ausdruck eines besonderen Volkscharakters, Effekt staatlicher Provokationen oder Ausfluß der Kapitalbewegungen? Versuch, den Streit zwischen Hermann L. Gremliza und Harald Kuhn (s. KONKRET 12/92) zu klären
 
Am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler. Ein Blick auf die Vorgeschichte dieses Ereignisses zeigt Unterschiede und Ähnlichkeiten zu Deutschland 1992
 
Die strukturellen Probleme der ostdeutschen Ökonomie bedrohen die Konjunktur im Westen
 
Jüngster Beitrag zur deutschen Psychopathologie: Wie die Söhne und Enkel sich rächen an einer Welt, die ihre Väter nicht von schlimmsten Verbrechen abgehalten hat
 
Neil Sheehan: Die große Lüge, Europa Verlag, Wien 1992, 856 Seiten, 68 Mark
 
Ökonomisch-militärische Erpressung und politisches Diktat: Drei Jahre nach dem Wahlsieg der Swapo und der Gründung des Staates Namibia wird deutlich, in welchem Ausmaß demokratische Formen im postkolonialen Afrika Mittel externer Klassenherrschaft geblieben sind
 
»Wieder einmal ein Korrumpierungsversuch. 1968« heißt der Untertitel dieses Essays, in dem der österreichische Philosoph Günther Anders die Studentenbewegung und ihre US-amerikanischen Vorbilder kritisiert. 25 Jahre später wissen wir, daß er recht hatte. Günther Anders starb, 90jährig, im Dezember 1992 in Wien. Der Essay, 1968 geschrieben, aber nicht veröffentlicht, erscheint als Erstdruck in KONKRET
 
Während hierzulande weiterhin Ausländer malträtiert und totgeschlagen werden, haben die Deutschen mal wieder ihr Interesse an einer Gruppe besonders pflegeleichter Inländer entdeckt: den Juden. Ein Blick auf einige Judensternstunden der deutschen Presse
 
Wenn die Deutschen einen brauchen, der ihnen Schuldgefühle ausredet oder ihnen versichert, daß hinter den Nazis eigentlich Kommunisten stecken, dann nehmen sie gern den Professor Michael Wolffsohn
 
Pornographie, Nazi-Rockbands, »Cop-Killer«-Rapper – Aufruf zu, Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt? Kunst? Rechts? Links? Alles dasselbe? Alles verschieden? – Überarbeitete Fassung eines Vortrags, gehalten auf der Frankfurter Tagung »Spielhölle – Ästhetik und Gewalt«, die vom 26. bis 29. November 1992 in Frankfurt/M. stattfand
 
Ein aktueller Blick aufs akute Gesocks
 
Über keine deutsche Band wird soviel geredet wie über die rechtsradikalen Böhsen Onkelz aus Frankfurt. Vorläufiger Höhepunkt des Geisterbahn-Palavers war eine Pressekonferenz, zu der Multikulturdezernent Daniel Cohn-Bendit und sein Freund, der Kabarettist Matthias Beltz Onkelz und Presse geladen hatten. Und das am Tag der Frankfurter Lichterkette!
 
Tomayers ehrliches Tagebuch von Horst Tomayer
 
Stephen King hat in seinem neuen Roman »Das Spiel« leider seinen besten Trick vergessen
 
Versuch, zu verstehen, warum das deutsche Fernsehen einen Film über den jüdischen Widerstand gegen den Faschismus nicht senden kann