in konkret Dezember 1992

von Konkret
 
an konkret
 
Sauber! von Hermann L. Gremliza
 
»Wir müssen begreifen, daß die Einigung Deutschlands ein Jugendstreich war, den die Nation auf ihre alten Tage beging und seiner Kostspieligkeit halber besser unterlassen hätte, wenn sie der Abschluß und nicht der Ausgangspunkt einer deutschen Weltpolitik sein sollte« (Max Weber, 1895). Ein Plädoyer für die Wiederauflösung des deutschen Nationalstaates
 
Verfolgt das wiedervereinigte Deutschland noch immer die Kriegsziele des Ersten Weltkriegs oder hat es den Hals inzwischen voll? Eine Entgegnung auf Georg Fülberths Beitrag »Maastricht – ein deutscher Bluff« in KONKRET 11/92
 
Eigentlich sollte die Treuhand mit den Gewinnen aus dem Verkauf der DDR-Betriebe den Aufschwung Ost finanzieren. Nun hat sie eine Bilanz ihrer Tätigkeit vorgelegt, die einen Verlust von 400 Milliarden Mark ausweist. Wie das?
 
München: Ausländerbehörde richtet gesonderten Warteraum für Schwarze ein/Stuttgart: Städtische Kindergärten verweigern Flüchtlingskindern die Aufnahme – Elfter Teil einer unvollständigen Chronik der Gewalttaten gegen Ausländer im wiedervereinigten Deutschland
 
Französische Juden wollten gegen die Abschiebung von Roma nach Rumänien protestieren und eine Tafel zum Gedenken an die Deportation der Juden nach Auschwitz am Rathaus anbringen – sie wurden verprügelt und eingesperrt. Serge und Beate Klarsfeld, Teilnehmer an der Aktion, berichten, was am 19. Oktober in Rostock geschah
 
Französische Juden wollten gegen die Abschiebung von Roma nach Rumänien protestieren und eine Tafel zum Gedenken an die Deportation der Juden nach Auschwitz am Rathaus anbringen – sie wurden verprügelt und eingesperrt. Serge und Beate Klarsfeld, Teilnehmer an der Aktion, berichten, was am 19. Oktober in Rostock geschah
 
DokumentationIhr Dorf sollte schöner werden. Deshalb taten die Bewohner des Mecklenburger Ortes Goldberg alles, um die Einrichtung einer Unterkunft für Asylbewerber vor ihrer Haustür zu verhindern. Das hatte Folgen
 
Knapp dreihundert Verfahren wegen Bildung und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung hat der Generalbundesanwalt seit der Wiedervereinigung gegen Linke eingeleitet, gerade mal sechs gegen Neonazis. Wo letztere überhaupt vor Gericht gestellt werden, kommen sie meist mit der niedrigstmöglichen Strafe davon
 
Über den Versuch der Bundesregierung und der Medien, das Ausmaß der rechtsextremen Gewalt zu bagatellisieren und die Linke propagandistisch dafür haftbar zu machen
 
Einwände gegen und Verbesserungsvorschläge für das Editorial »Es war einmal« von Hermann L. Gremliza in KONKRET 10/92
 
Wie bereits acht seiner Vorgänger hat auch der neue amerikanische Präsident Bill Clinton angekündigt, den entscheidenden Schlag gegen das sozialistische Kuba führen zu wollen. Anstatt gelassen darauf zu vertrauen, daß sich auch dort die so oft beschworene Überlegenheit der freien Marktwirtschaft von selbst erweist, will er den Wirtschaftskrieg der Weltmacht USA gegen das kleine Entwicklungsland weiter verschärfen
 
Die »Todesspur von rechts« nehme gerade erst ihren Anfang, erklärte kürzlich der Chef des Hamburger Verfassungsschutzes. Hohe Zeit also, sich Emil Julius Gumbels zu erinnern, der in der Weimarer Republik die Kumpanei der deutschen Justiz mit den Mördern von rechts aufgedeckt hat
 
Die Lage der Gedenkstätten der ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslager auf dem Gebiet der Ex-DDR hat sich seit der Wiedervereinigung drastisch verändert. Brandanschläge, Schließungen und kommerzielle Nutzungsversuche gehören zu den eher offenen Versuchen, ihre Geschichte zu bewältigen. Aber auch mit dem politoffiziellen Mittel der »Neukonzeption« werden mittlerweile beachtliche Fortschritte bei dem Versuch erzielt, die gesamtdeutsche NS-Geschichte abzuwickeln. Die Kritik der überlebenden Opfer an diesem Vorgehen ist bislang kaum zur Kenntnis genommen worden. Sie kommt hier zu Wort
 
Tomayers ehrliches Tagebuch von Horst Tomayer
 
Jan Philipp Reemtsma: u.a. Falun. Reden & Aufsätze. Edition Tiamat, Berlin 1992, 440 Seiten, 49 Mark
 
Bemerkungen zum Erfolg öffentlicher Lesungen und zur Kunst, die dafür vonnöten
 
»Die Gegenwart, das ist doch nicht einfach bloß jetzt.« – Über die wahren Geschichten des Schriftstellers Peter Kurzeck
 
In Erwiderung auf seine Kritik an der Ausgabe der Gesammelten Schriften Walter Benjamins haben ihre Herausgeber in KONKRET 8/92 (Tiedemann/Schweppenhäuser / Tiedemann-Bartels: »Ein Schatzgräber ohne Glück«) dem Literaturwissenschaftler Klaus Garber Ignoranz und billige Effekthascherei vorgeworfen. Garber repliziert
 
Verneigung eines vermeintlichen Feindes.Peter Handke zum fünfzigsten Geburtstag
 
Mit Gott und den Faschisten von Karlheinz Deschner
 
Wie man der modernen Welt mit dem Thriller beikommen kann, zeigt eine Reihe schwarzer Kriminalromane aus Frankreich