in konkret April 1992

an konkret
 
Von Konkret
 
Arm dran, Bein ab von Hermann L. Gremliza
 
Eppelmann, Poppe, Schult usw.: Ein Blick auf die politischen Biographien ehemaliger DDR-Oppositioneller und ihrer westdeutschen Freunde zeigt die ganze Verlogenheit der gegenwärtigen »Stasi-Debatte«, in der die Kollaborateure des siegreichen Deutschland darüber streiten, was mit den Kollaborateuren des besiegten zu tun sei
 
Um die Stasi-Akten öffnen zu können, mußte das Gesetz geändert werden, mit dem die Nazi-Akten geschlossen wurden
 
Warum BRD-Ärzte eine Kampagne gegen ihre DDR-Kollegen beendeten
 
Konrad Adenauer hat weder von den Deutschen noch von der Wiedervereinigung sonderlich viel gehalten. Kein Wunder also, daß 25 Jahre nach seinem Tod seine Biographen und politischen Enkel damit beschäftigt sind, ihn politisch zu ‘wenden’
 
Sang- und klanglos scheinen die kommunistischen Parteien der ehemals sozialistischen Staaten verschwunden zu sein. Was ist tatsächlich aus ihnen geworden?
 
Mitte Januar hat sich jene Kommission des Bundestages konstituiert, die - ausgehend vom Grundgesetz - eine »Verfassung aller Deutschen« erarbeiten soll. Damit sind die deutschen Meisterschaftskämpfe in Demokratieverhütung in ihre entscheidende Phase getreten. Ein Spektakel, an dem sich so eifrig wie ahnungslos vor allem linksgrün gewirkte und/oder vom deutschen Juristendemokratismus versehrte Jugendliche aller Altersklassen beteiligen
 
Folter als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Untersuchungen? In dem von ihm herausgegebenen Band »Folter. Zur Analyse eines Herrschaftsmittels« (Junius Verlag, Hamburg) hat Jan Philipp Reemtsma die Skizze eines Forschungsprogramms vorgestellt, in dessen Zentrum die Frage nach dem »Blutkitt« steht, der die Gesellschaft zusammenhält, und der Vorschlag, »Zivilisation« als System von gewaltförmigen Drohungen zu begreifen. Wolfgang Pohrt hat dieses Programm in einem Schreiben an Reemtsma einer grundsätzlichen Kritik unterzogen und bezweifelt, daß die Folter überhaupt zum Forschungsgegenstand sich eigne. In einer Antwort an Pohrt hat Reemtsma sein Vorhaben verteidigt. KONKRET dokumentiert den Briefwechsel
 
»In keinem Land Europas ist die politische Auflösung der ökonomisch herrschenden Klasse so weit fortgeschritten wie in Österreich.« Ein Blick auf das Gesellschaftsgefüge und die Parteienlandschaft Österreichs kurz vor den Präsidentschaftswahlen Ende April
 
Das neue Asylverfahrensgesetz ist ein Asylabschaffungsgesetz
 
Am 20. April wird in Sevilla die Weltausstellung »Expo ‘92« eröffnet - eine Veranstaltung voller Albernheiten und imperialistischer Überheblichkeit
 
Günter Herburger zum Sechzigsten(6. April 1992)
 
Tagträumereien mit Horst Eberhard Richter. Ein Höllentrip
 
Eine Gruppe junger deutscher Historiker ist es leid, den Nationalsozialismus immer nur auf der Anklagebank zu sehen. Also hat sie sich auf die Suche nach seinem modernen, ja revolutionären Potential gemacht und unter anderem die SA als Vorbild für die Bundeswehr entdeckt
 
Ich habe gelesen von Maxim Biller
 
Tomayers ehrliches Tagebuch von Horst Tomayer
 
»...und andere Ergüsse«, »Der Pannwitz-Blick« - zwei Filme der Medienwerkstatt Freiburg über Leben und Tod, über den Ehrgeiz der Genetiker und Sterbehelfer, über die Kontinuität eugenischen Denkens und Handelns