in Literatur konkret 1990

Der Feind meines Feindes ist ein Dichter
 
Über Hauptmanns »Festspiel«
 
Aufklärung und »Aufkläricht« von Gerd Fuchs
 
Bin ich das Schwert? Bin ich die Flamme? Was machen die Dichter, wenn das Geröhr des Regimes und die Töne der Aufständischen gleichermaßen die dithyrambischen Laute verschlägt?
 
Name Dropping von Hermann Kant
 
Dieses ist eine Huldigung an Andy Warhol, den einzigartigen, undemokratischen, nicht wiederholbaren, den letzten Verfechter des traditionellen Kunstbegriffs.
 
Wer packt's an? Eine Betrachtung von Eckhard Henscheid
 
Peter Hacks oder Die Obrigkeit bin ich von Hermann L. Gremliza
 
Für die einen gibt es keine gute Kunst in der DDR, für andere nicht in der BRD. Gibt es also nirgendwo gute Kunst?
 
tauscht Horst Tomayer
 
Ohne den Versuch des Sozialismus hätte es die DDR-Literatur teils überhaupt nicht, teils so nicht gegeben. Dieser Versuch in seiner widerspruchsvollen Problematik gehört zu ihrem Wesen. Das sehen die West-Frondeure anders.
 
Gründerzeiten für DDR-Verlage und Aufbruchstimmung im deutschen Buchmarkt. Ein Resümee von Elmar Faber
 
Für den rasenden Westblick sehen manche Ost-Avantgardeproduktionen wie die Panzerketten des Schweizer Ingenieurs aus, der sie ahnungslos ein zweites Mal erfand.
 
Die Stunde der Wahrheit heißt bei einer deutschen Revolution immer: Abrechnung mit allen Beteiligten.
 
Werner Steinbergs Roman »Die Mördergrube« konnte 1979 noch nicht in der DDR erscheinen, 1990 nicht mehr Wir dokumentieren die erste Ablehnung des Verlags
 
Über Kulturpolitik als Machtpolitik
 
Ein Interview mit Heiner Müller. Die Müller-Maschine angeworfen und bei Laune gehalten haben Ingrid Klein und Peter Blie
 
Statt Emily Brontees Roman »Sturmhöhe« zu verklären, sollte man ihn auch als Grundlagenwerk zur Sexualwissenschaft ernstnehmen.
 
Für den jugoslawischen Comic-Maler Enki Bilal ist das Phantastische Mittel der Aufklärung und des Widerstands.
 
Walter Benjamins Tagebuch, 1926 in Moskau geführt, ist ein Schlüssel zu seiner kompositorischen Praxis und zur sowjetischen Kulturpolitik
 
Im Zentrum von Primo Levis literarischer Arbeit stehen Auschwitz und die Rekonstruktion der Wahrheit über die Konzentrationslager
 
Stephan Reinhardt hat die erste umfassende Biographie über den »konservativen Linken« Alfred Andersch geschrieben, dessen starkes Vorleben hier gewürdigt wird von Hermann P. Piwitt
 
Einer von vielen möglichen Zugängen zum neuen Kronauer-Roman, der den Lesern mehr als die sonst schon übliche Anstrengung zumutet.
 
Scheinbar egozentrisch mutet der radikale Versuch von Ludwig Fels an, das Sterben und den Tod seiner Mutter zu beschreiben.
 
Philip Roth formt Bücher, die wie Mäntel aussehen, deren Futter nach außen gekehrt ist, und - süchtig geworden - kehrt der Leser immer wieder zu seinem Stoff zurück.
 
Der neue Roman von Bodo Kirchhoff, »Infanta«, ist weniger ein Liebesroman als ein Plädoyer für ein Leben, in dem Liebe genügend Raum hat.
 
Eskaliert die Erschöpfung der Familie wegen Grandmas Altersdemenz, werden Gespräche über Sterbehilfe selbstverständlich.
 
Mit ungewöhnlicher Unbeschwertheit erzählt Jurij Dombrowskij von stalinistischen Schauprozessen und ihren Methoden.
 
Das Dresdner Tagebuch des Lyrikers Thomas Rosenlöcher hat Chancen, sich in der Flut der Post-DDR-Literatur zu behaupten.
 
Der Entwicklungsroman des DDR-Autors Werner Steinberg über einen Mitläufer und Opportunisten.
 
Die »Groteske« von Patrick McGrath über den Knochenforscher Sir Hugo, den Mord an seinem Schwiegersohn und den bösen Butler hinterläßt eine etwas ratlose: Dorothee Hackenberg
 
Geschichten aus dem wirklichen US-amerikanischen Mittelstandsleben sind Ouvertüren für Joan Barfoot's neuen Roman »Family News«.
 
Ulrich Horstmann hat seinen Ansatz, die Menschheit insgesamt verschwinden zu lassen, leider modifiziert. Das bedauert Peter Blie
 
»Tee und blauer Samt« ist einer der zwölf Romane von Barbara Pym, einer sehr englischen Autorin, findet Stefanie Holzer
 
12 aus 12. 000: Die LITERATUR KONKRET-Auswahl aus den diesjährigen belletristischen Neuerscheinungen (West)
 
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