in konkret März 1986

von Konkret
 
Über den neuen Roman von Günter Grass
 
an Konkret
 
Gewehrhafte Demokratie von Hermann L. Gremliza
 
am 16. März wählt Frankreich eine neue Nationalversammlung. Der Präsident bleibt im Amt, die Minister werden gehen. Fünf Jahre haben die Sozialisten - zeitweise zusammen mit den Kommunisten - regieren können. Was ist dabei herausgekommen? Mehr als nichts, aber weniger als versprochen. Eine Bilanz.
 
Fünf Millionen sind nicht genug. Wiedergutmachung in der BRD ist kein abgeschlossenes Thema, eher ein alter Skandal. Wer von den Nazis verfolgt, inhaftiert, gequält, mißhandelt und mißbraucht wurde, ist in der BRD noch lange kein Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft
 
Überraschend für alle war, daß durch den Prozeß plötzlich dokumentiert wurde, zu welch brutalen Grausamkeiten auch Frauen in der Lage sind... Es gab da tatsächlich keinen Unterschied.
 
Die christliberale Koalition vollendet jetzt, was die sozialliberale schon Mitte der siebziger Jahre auf den Weg gebracht hatte: neue Gesetzesvorlagen zur Staatssicherheit. Die bisherigen Verschlußsachen werden die Öffentlichkeit in der BRD verändern.
 
Sozialdemokrat Klose hat einen Nicaragua-Reisebericht vorgelegt - gegen »zuviel Idealismus bei uns«. Karl-Heinz Hansen hält sich lieber an die Fakten
 
Der westliche Teil der einstigen Reichshauptstadt glimmert herum als handele es sich um Las Vegas. Tatsächlich liegt Chicago näher. Eine Geschichte aus dem kapitalistischen Sumpf, die keiner hätte erfinden dürfen.
 
Eine Frau. Ihr Sohn. Ihr Enkelkind. Sachbearbeiter. Ämter. Richter. Anwälte
 
Magazin
 
BÜCHER REIHENWEISE von Matthias Altenburg
 
Wie der Baader den Prinzing zu Fall brachte und andere lustige Streiche aus der Festung Stammheim
 
Der Journalist und Filmemacher Claude Lanzmann hat die letzten Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager aufgespürt und sie an den Stätten der Vernichtung über ihre Erinnerungen sprechen lassen. Entstanden ist ein Film: »Shoah«
 
Tabuzertrümmerung ist das Wichtigste. Autoren, die wegen der Wirkung schreiben, sind Arschlöcher: Franz Xaver Kroetz in einem Gespräch über sein Nicaragua Tagebuch, »Bauern sterben«, grüne Bündnisse, den feudalen Sozialismus und über den Ärger mit Suhrkamp.
 
Über Bob Dylans »Biograph«
 
Tomayers ehrliches Tagebuch von Horst Tomayer
 
»Das klingt trivial, das ist trivial, aber es ist wahr.«(Stephan Derrick)
 
Die »Schwarzwaldklinik« hat sich etwas geleistet. Das war zuviel. Horst Tomayer telefonierte mit einer Frau, die sich durch das ZDF geschändet fühlt
 
Wie man aus einem Nachwuchsspießer einen FAZ-Literaturpreisträger macht
 
Eine Durchreise mit ungewissem Ausgang: No exite