in konkret Juli 1981

konkret-intern
 
Briefe
 
Schmidt, ein deutsches Unglück von Michael Schilling
 
Magazin
 
Parteitagsbeschluß hin, Senatsbeschluß her - in Hamburg entdeckte eine rechte SPD-Minderheit ihr Gewissen, weil es um den Weiterbau von Brokdorf geht. Sie putschte im Auftrag von Bonn gegen Bürgermeister Klose, auch um den Preis der Macht an der Elbe.
 
Aus der Parteiaustrittsbegründung der Hamburger SPD-Vorstandsmitglieder Regula Schmidt-Bott und Christian Schmidt
 
Werner Staak, Landesvorsitzender der SPD in Hamburg, war Vollstrecker des Kanzlerwillens beim Sturz von Bürgermeister Klose. OTTO KÖHLER schildert die Kapiere dieses modernen Brutus, der nun selbst ganz schön im Dreck steckt
 
Warum einige Sozialdemokraten den Genossen Karl-Heinz Hansen nicht mehr ertragen können
 
Bei den Recherchen für sein geplantes Buch »Das Reichsgericht« stieß Friedrich Karl Kaul auf bisher unveröffentlichte Dokumente, die die unheilige Allianz zwischen Justiz und Reichswehr belegen. Den folgenden Beitrag schickte F. K. Kaul noch kurz vor seinem Tod an KONKRET
 
KONKRET-Mitarbeiter Warner Poelchau sprach mit Abdallah Frangi, dem PLO- Vertreter in Bonn, über den Krieg im Libanon
 
Wer mit Plutonium hantiert, muß Vorsorge treffen. Atom-Technologie ist ohne Überwachungsstaat nicht denkbar. Was in der Bundesrepublik bereits geschieht, um die Bürger zu kontrollieren, schildert Holger Strohm*
 
Restkunst in den Grenzen von 1945 von Peter Dahl
 
Ihr habt mein Wesen gestohlen, mir mein Bewußtsein vernichtet und meine Zunge gelähmt, um mich zu demütigen und von den andern zu trennen. Meine Kultur wollt ihr begraben, meine Lebensweise bestimmen, so daß ich schließlich nicht mehr weiß, wer ich selbst bin.
 
Es ist inzwischen deutscher Kleinstadt-Alltag: Irgendeine alt- oder neu-faschistische Organisation meldet einen Kongreß an, und niemand hat den Mut, dem zu wehren. So jetzt im oberfränkischen Weißenburg, wo die SS-Hilfsorganisation HIAG tagte. Die Honoratioren der Stadt führten so lange ihre Eiertänze auf, bis sie endlich einen gemeinsamen Gegner gefunden hatten: diejenigen Bürger, die es wagten, gegen die Nazi-Veranstaltung zu demonstrieren. Und das »Weißenburger Tageblatt« verbreitete, die Gegendemonstranten seien »vom DGB bezahlt« worden. HORST TOMAYER hat bei den Originalpersonen Originalzitate geklaubt, um das Demokratieverständnis der Stadtoberen zu dokumentieren, die das Nazi-Treffen nicht verhindern mochten.
 
»Ihr da Ohm macht Watt ihr Volt« – aus dieser Einsicht beanspruchen auch in der Bundesrepublik immer mehr Piratensender ihr Plätzchen am Äther. Medienpolitik ist wieder im Gespräch
 
CDU und CSU verstärken ihren Zugriff auf die Rundfunkanstalten, und die SPD beharrt darauf, daß man nichts machen kann. Medienpolitik um Beispiel des Bayrischen Rundfunks, ein Bericht von Hans-Peter Buschheuer
 
Generalansage von Rüdiger Kremer
 
Mit der einfachen, billigen und mobilen Toncassette versucht das Frankfurter »network« die medienpolitische Wirklichkeit zu verändern und den großen Verlagen eine Nasenlänge voraus zu sein. Die Töne, Texte und Bilder im »network-Medienpaket« (Cassette + Broschüre) wollen Betroffene zum Reden bringen.
 
Folge 4
 
magazin: kultur
 
Als Theaterkritiker (»Die Vorstellung begann um 19.30 und dauerte bis 22 Uhr. Als wir herauskamen, regnete es. Auch das noch«) ist Alfred Kerr Legende, Als Lyriker ist er wenig erheblich, als politischer Schriftsteller weitgehend unbekannt. Jetzt liegen zwei seiner Exil-Bücher in einem Band vor