in konkret Januar 1981

Konkret-Intern
 
Briefe
 
Gnade den Polen von Hermann L. Gremliza
 
Magazin
 
Sex-Rebellion an den Schulen. Und die Behörden und Direktoren verbieten und strafen und zensieren wie nie zuvor. Was ist Sache?
 
Eine amerikanische Karriere: George Gordon Liddy, 50, wurde 1957 Beamter der US-Bundespolizei FBI, 1966 stellvertretender Bezirksanwalt, 1971 Mitarbeiter des Präsidenten Richard Nixon. Im Wahlkampf 1972 entsandte ihn das Weiße Haus in das »Komitee für die Wiederwahl des Präsidenten«, ein Job, den er mit Leben erfüllte. Gordon Liddy war der Mit-Planer und Durchführer des Einbruchs Im Partei-Hauptquartier der Demokraten im »Watergate«-Hotel. Als es rauskam, erhielt er dafür 20 Jahre Haft und 40. 000 Dollar Geldstrafe - und bereits 1977 die Begnadigung durch den Nixon-Nachfolger Carter. Zur Präsentation seines Buches » Will«, das jetzt in den USA erschien, gab er dem »Playboy« ein Interview, aus dem KONKRET einen Auszug abdruckt:
 
Laut Anklage sind drei Menschen der Bildung einer terroristischen Vereinigung und des durchgeführten und geplanten Sprengstoff-Anschlags zu überführen. Sylvia Herzinger, Sybille Straub und deren Verlobter Feiling sollen in den Jahren 1977178 einen Anschlag auf die Kaiserslauterner Firma KSB, die Atomanlagen liefert, verübt haben, außerdem wird ihnen ein - mißglückter - Anschlag auf das Heidelberger Schloß vorgeworfen. Ein drittes geplantes Attentat auf das argentinische Konsulat in München sei nur deshalb gescheitert, weil der Sprengsatz in den Händen von Hermann Feiling vorher explodierte. Feiling ist seither ein Krüppel, blind, an beiden Oberschenkeln amputiert. Aber die Justiz braucht ihn. KONKRET dokumentiert Auszüge aus dem Antrag auf Einstellung des Verfahrens gegen Feiling von Rechtsanwalt Stephan Baier.
 
Wie ein renommierter deutscher Ölraffinerie-Hersteller beinahe in Verdacht geraten wäre, zu betrügen und was die deutsche Journalistik dagegen unternommen hat
 
Indianer als ewige Opfer ihrer Ausbeuter, ihrer Mörder - und nun auch ihrer weißen Anwälte, vor deren Tribunal sie nun als Zeugen geladen waren?
 
Der Eintrittspreis für West-Besucher in der DDR ist gestiegen. Nur ein politischer Akt? KONKRET bat den Hamburger Wirtschaftsprofessor Schui, den Fall ökonomisch zu untersuchen
 
KONKRET-Serie über Drogen und Kapital, Teil 1
 
Nix Kultura von Peter Dahl
 
Friedfertig unter dem Atompilz? von Horst-Eberhard Richter
 
Warum Radio immer langweiliger wird, läßt sich nur von innen begreifen
 
Der Name Ulrike Marie Meinhof genügte: Die einen waren in Furcht und Panik versetzt, die andern sind in Ehrfurcht erstarrt.
 
Wenn Lehrer Bücher schreiben, ist das für die Schulbehörden allemal Anlaß zu Mißtrauen und Disziplinarmaßnahmen. Da hat sich in den letzten 70 Jahren wenig geändert
 
Play until all the cities are gone von Caroline Fetscher
 
Als Hans J. Wolf in Konkret 10/77 Rudolf Bahros »Alternative« auseinandergenommen hatte, schrieb uns Erich Fried: »... hat mich Eure angebliche Bahro-Rezension richtig angekotzt. Schon Eure Einleitung '... auch mal einem schlichten westdeutschen Kommunisten das Wort zu geben' stinkt. Das Wort ‚schlich paßt‘ nicht auf den mit allen Wassern gewaschenen, geradezu übermäßig schreibgewandten J Wolf - Ihm fehlt keine einschmeichelnde Floskel, kein Kniff ... « Inzwischen ist Bahro frei und im Westen und hat seinen damaligen Rezensenten kennengelernt, der nun Bahros neues Buch »Elemente einer neuen Politik« rezensiert.
 
Nicht »um meinen bekannten Namen noch bekannter zu machen« hat der tümlichste der deutschen Unterhaltungs-Dilletanten sein Autobiographisches geschrieben. Dabei begreift der Jude Hans Rosenthal die deutsche Zeitgeschichte so, wie das der SA-Reiter Karl Carstens tut: Sie hat nichts mit sich zu tun.
 
magazin: kultur
 
magazin: kultur
 
Als er noch lebte, hatte er es schwer, sich durchzusetzen. Nun ist er tot und wird gefeiert. Auch als Anti-Nazi und Widerständler. Ein bißchen Korrektur muß erlaubt sein.