in konkret August 1979

konkret-intern
 
Briefe
 
Auf die Kanzlerkandidatur von Franz Josef Strauß reagiert die liberale Öffentlichkeit der Bundesrepublik so wie auf die Bombardierung nicaraguanischer Siedlungen durch Somozas Nationalgarde: mit äußerster Gelassenheit.
 
magazin
 
Radikalauer von Winfried Thomsen
 
Wenn, beispielsweise, die Preise in den Puffs von Bangkok steigen, dann steht das in jeder Zeitung. Wenn der Verfassungsschutz in den begründeten Verdacht gerät, einen Mord nicht nur nicht verhindert zu haben, sondern sogar daran beteiligt gewesen zu sein, dann schweigt die Presse. Die Enthüllung von Stefan Aust in »Panorama«, daß der Mord an Ulrich Schmücker mutmaßlich von V-Männern geplant und beobachtet wurde, war keine Agenturmeldung, keine Pressenotiz wert. KONKRET dokumentiert einen Auszug der Fernseh-Sendung
 
Daß Telefone abgehört werden, ist bekannt. Aber nur selten kommt die ministerielle Bestätigung so offen - wenn auch reichlich spät - wie in diesem Fall: Der Verfassungsschutz hat Günter Wallraffs Telefon abgehört - zum Nutzen griechischer Faschisten. Wallraff, der sich gerade in Göteborg aufhält, erklärt in einem Telefon-Bericht die Hintergründe
 
Wie ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amts wegen Kritik an Helmut Schmidt auf Verlangen von Franz Josef Strauß von Dietrich Genscher entlassen wurde, und warum er dagegen nichts machen kann, schildert Gunter Lange
 
Weil er wiederholt gestohlen hatte, kam ein 14jähriger Junge in Untersuchungshaft. Er erhängte sich in seiner Einzelzelle
 
Über den Iran gibt es - auch bei der bundesdeutschen Linken - mehr vorgefasste Meinungen als Beurteilungen aus Kenntnis. Ursula Junk war mehrere Wochen als Delegierte eines Iran-Komitees in Teheran und sprach dort mit Arbeitern, Intellektuellen ... und Regierungsmitgliedern
 
Ernst Albrecht über seinen Kampf um den Rundfunk: »Das ist eine Sache, die fast so groß ist wie Gorleben.« Möglicherweise untertreibt er damit sogar. Die Strahlenschäden, die aus privaten Fernsehsendern drohen, werden 60 Millionen Bundesbürger gleichschalten. Detlef Hensche hat einen anderen Vergleich zur Hand: »Der Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Rundfunkanstalten ist wie der Wettbewerb zwischen einem Arzt und einem Callgirl. Beide haben mit dem Körper zu tun.« Schon recht. Aber wohin geht man lieber?
 
Hamburgs Bürgermeister Hans-Ulrich Klose sagt KONKRET, warum er eine öffentlich-rechtliche Zeitung will
 
Sozialdemokraten stehen in der Verantwortung. Fast haben sie die Macht, sogar in den Medien. Aber wie übt man die aus zwischen »Morgenpost« und »Umschau am Abend«?
 
Karin Reschke hat vor dem Bildschirm gelernt, wie man einen Terroristen enttarnt
 
Der neue Böll: ein Roman über die (Schein-)Negation der bürgerlichen Gesellschaft, über den Terrorismus, über gesellschaftlichen Selbstmord, über die - »Fürsorgliche Belagerung«, Gerd Fuchs stellt ihn vor
 
Günter Herburger, Schriftsteller (»Flug ins Herz«) und Mitglied der DKP, kann den Ausschluß einiger seiner Kollegen aus dem DDR-Schriftsteller-Verband nur schwer verstehen. Aber einen insektenhaften Irrtum nennt er die Vermutung, in der DDR herrsche eine neue Intellektuellenfeindlichkeit
 
Wie alternativ ist das alternative Kulturangebot unserer Städte?
 
Musik vom anderen Lincke-Ufer: ein Rock-Report aus der neuen Berliner Szene
 
Nach Kopenhagener Vorbild (Freistaat Christiania), aber mit dem Vorsatz, alle Fehler der Dänen zu vermeiden, haben Westberliner Alternativgruppen das alte Ufa-Gelände besetzt. Johannes Theurer berichtet und stellt zunächst die handelnden Personen vor-
 
magazin: kultur
 
Seit einem halben Jahr regiert auf der Karibik-Insel Grenada der Jurist Maurice Bishop, 34, der durch eine gewaltlose Revolution an die Macht kam. Hubert Fichte befragte ihn
 
P . P . Zahl hat einen »Schelmenroman« über die gute alte APO-Zeit geschrieben. Hier ein Auszug über eine der letzten Hochkünste des Kapitalismus