in konkret Oktober 1977

Briefe
 
Intern
 
Schleyers Kinder von Walter Boehlich
 
Die Täter vergessen schneller als die Opfer(Deutsche Minderheits-Meinung)
 
Vier Monate arbeitete Günter Wallraff unerkannt unter einem Pseudonym in der Hannoveraner »BILD«-Redaktion. In KONKRET beschreibt er exklusiv einige seiner eindrucksvollsten Erlebnisse, die in seinem Buch nicht enthalten sein werden. Die Namen der handelnden »BILD«-Kollegen hat Wallraff geändert: Er will sie nicht brandmarken, well er auch die Täter für Opfer hält.
 
Gegendarstellungen
 
Einen »historischen Kompromiß« für die SPD fordert der theoretische Kopf der Stamokap-Jusos
 
Bericht über einen Prozeß, hei dem der Staatsanwalt eine Bratpfanne nicht für ein typisches Mordwerkzeug hält, der Richter nicht mit Dreck werfen will und die Angeklagte freigesprochen wird
 
Magazin
 
Radikalauer von Winfried Thomsen
 
Appel gegen die Neutronenbombe
 
Oh, Henry von Michael Schilling
 
Wer sich von den Anti-Atom-Dorf-Bewohnern in Grohnde gefragt hatte. Warum er bei der Räumung mit Polizeigewalt zur Erkennungsdienstlichen Behandlung getrieben wurde, erhält demnächst zumindest eine Teilantwort: mit einer Rechnung über eben diesen Polizeieinsatz. Gesamtkosten: rund 100.000 Mark
 
Es geht nicht um Sensationen von Erich Fried
 
Gingold-Prozeß beim hessischen Oberverwaltungsgericht: Sogar marokkanische Zeitungen berichteten aber das Berufsverbot gegen die junge Kommunistin. Die Solidarität mit ihr ist international. Für KONKRET schildert an Wielek, sozialdemokratischer Senator von Amsterdam, seine Eindrücke - nicht nur - aus dem Kasseler Gerichtssaal
 
Ein amerikanischer Tod
 
Ich habe gelesenKONKRET - Buchkolumne
 
Das mit den Neuen Philosophen ist ein altes Lied - aber ganz flott gespielt
 
Jean Elleinstein (»Geschichte des 'Stalinismus'«*). Im Vokabular der Glucksmänner ein Maitre penseur«, ein Meisterdenker der kommunistischen Partei Frankreichs, antwortet den neuen Mode-Philosophen
 
Hält die ideologische Mauer der DDR dem »Ansturm« der Bahro & Genossen stand? J. Wolf, ein westdeutscher Alters-Genosse von Bahro schreibt dazu den folgenden Brief. Wolf ist vier Jahre länger in der Partei als Bahro, davon eins wegen »Staatsgefährdung« in BRD-Einzelhaft
 
In diesem Monat herrscht wieder Buchmesse. Was das bedeutet, erklärt Gerhard Zwerenz, dessen Beitrag zusammen mit anderen Geschichten aus der Kulturszene von R. S. Schulz verlegt (Titel: »Wozu das ganze Theater«) und demnächst vorgestellt werden --auf der Frankfurter Buchmesse
 
Atomkraft
 
Kultur-Magazin
 
Kultur-Depot von Claude Schumacher
 
Neben Honigpumpe und Loch finden »documenta«-Besucher in Kassel ein 60 Meter langes und vier Meter hohes Chile-Bild der Malbrigade »Pablo Neruda« aus Paris. Gegen die fast schon therapeutische Gegenposition zum visuellen Totalitarismus unserer Dekade«, die »documenta«-Chef Manfred Schneckenburger mit seiner weltgrößten Kunst-Schau einnehmen will, setzt es seinerseits die therapeutische Gegenposition der Aufklärung. Und entsprechenden Ärger gab es dann auch.
 
Plattenkolummne